Alles kacke mit dem Klopapier?

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Laut einer Schätzung des Marktforschungsinstitut GfK werden in den deutschen Haushalten durchschnittlich 93 Klopapierrollen pro Jahr verbraucht, was etwa 11,5 Packungen á 8 Rollen entspricht. Bei einem Preis zwischen 2-3€ pro Packung bezahlen wir im Schnitt ca. 29 € pro Haushalt und Jahr für Klopapier. Das ist preislich gesehen ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man die Ausgaben mit anderen Hygieneprodukten, wie Shampoo oder Zahnpasta, vergleicht. Dabei haben wir die Wahl zwischen verschiedenen Lagen, Strukturen, witzigen Mustern, Preiskategorien, Recycling, Marken u.v.m. Das skurrile an Klopapier sind aber nicht die verhältnismäßig geringen Kosten oder die unzähligen Sorten sowie Marken, sondern dass Klopapier ein Wegwerfprodukt ist. Das heißt also man kauft Klopapier, um es buchstäblich direkt wieder im Klo zu versenken und genau das hat mich die Verwendung von Klopapier noch einmal überdenken lassen. Bei meiner Recherche bin ich dabei auf sämtliche Schlagzeilen gestoßen, die dringend von der Benutzung von Klopapier abraten und die Verwendung von grünen Alternativen vorschlagen.

 

1. Die Geschichte vom Klopapier

Schon weit zurück im Mittelalter hat man sich Gedanken darüber gemacht wie man sein Hinterteil am besten nach dem Stuhlgang reinigen könnte. Genommen wurde, was gerade zur Hand war, wie Blätter, Lumpen oder die sogenannte “böse Hand”. Die revolutionäre Erfindung des Klopapiers kam bereits im 14. Jahrhundert aus China, wo es heute zumindest auf öffentlichen Toiletten zu einem chronischen Klopapier-Mangel kommt und gerade deshalb seit 2017 der Klo-Kampf tobt. Auch in Japan gab es bereits Klopapier-Krisen, wie die während der Ölkrise 1973.

Aber zurück zum Anfang. Nach der Erfindung in China wurde die Kunst der Klopapierherstellung weiter verfeinert und ging 1857 erstmalig in die industrielle Produktion. Verkauft wurde das mit Aloe-Extrakten angereicherte Papier in einer Schachtel. Die Rollen so wie wir sie kennen, wurden erst im späten 19. Jahrhundert entwickelt.

In Deutschland entstand die erste Toilettenpapier-Fabrik erst 1928 in Ludwigsburg und wurde von Hans Klenk, der als Ikone im deutschen Toilettenpapiergeschäft gilt, errichtet. Bis aus dem rauen Krepppapier von damals, das flauschig weiche Klopapier von heute wurde, vergingen nochmals 30 Jahre bis das sogenannte Tissue Paper aus den USA in Europa ihren Einzug feierte.

Eine tolle Dokumentation zur Geschichte des Klopapiers, findest du hier.

2. Wie wird Klopapier hergestellt?

Herkömmliches Klopapier wird aus frischen, hellen Zellstoff und leicht grauen Recycling-Papier aus dem Altpapier hergestellt. Mit Zellstoff sind übrigens stundenlang ausgekochte Holzfasern aus Bäumen gemeint. Das Material wird im warmen Wasser zu einer Art Blätter-Teig aufgeweicht und anschließend zu einer dünnen und weichen Papierlaufbahn gepresst - das zukünftige Klopapier.

Bei dem Gewinnungsprozess der Zellulose werden jedoch sehr viel Zeit und Energie dabei aufgewendet, die Zellulose aus den Bäumen zu lösen und die Fasern zu bleichen. Auch die Bäume aus denen die Zellulose gelöst werden, haben meist schon einen langen Weg hinter sich, da sie aus Südamerika nach Deutschland transportiert werden. Die Co2 Bilanz lässt also mehr als zu wünschen übrig und das auch nur dafür, dass wir das Klopapier direkt wegschmeißen und auch nicht wiederverwertet können. Ist das Papier einmal in der Toilette versenkt so kann es nicht mehr recycelt werden und ist für immer verloren.

3. Geht das auch nachhaltiger?

Einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt die Produktion aus recyceltem Material. Laut Greenpeace werden etwa 60-70 % weniger Wasser aufgewendet und durch weniger Transporte und weniger aufwendige Bearbeitung des Holzes deutlich mehr CO2 eingespart. Recycling-Papier kann bis zu sechsmal wiederverwendet werden. Was bleibt ist jedoch das Wegwerfprodukt Klopapier und die Frage, ob das nicht noch nachhaltiger geht.

3.1. Die Verpackung macht den Unterschied

Mein persönliches Dilemma ist jedoch, dass selbst recyceltes Klopapier nur in Plastik verpackt im Supermarkt erhältlich ist und andere Alternativen, wie Panda Klopapier* aus Bambus Fasern oder das Satino Black Klopapier*, die in einem Pappkarton verpackt sind, deutlich teurer sind. Bei Panda liegt man bei einer Rolle á 1€ bei 93€ pro Haushalt und Jahr, also 31€ mehr. Neben den höheren Kosten ist auch die Beschaffung ein eindeutig größeres Unterfangen, da das alternative Klopapier nur im Internet und in wenigen Filialen in Deutschland erhältlich sind. Zudem lösen sie auch nicht das Dilemma auf Reisen. Es sei denn du möchtest deine Rollen immer abgepackt dabei haben. Natürlich sind grüne Hotels oder Ferienhäuser meist auch mit recycelten Klopapier ausgestattet. Doch so richtig glücklich macht mich die Vorstellung eine knappe Ressource, wofür teilweise in erster Instanz auch Bäume aus dem Regenwald für abholzt werden, im Klo zu versenken immer noch nicht und auch die Bambusalternative mag zwar aus nachwuchsbaren Ressourcen bestehen, aber dennoch wird Wasser und tatsächlich auch noch ein langer Transportweg aus China aufgewendet. So richtig grün finde ich das noch nicht, auch wenn Panda daran arbeitetet, Bambus in Deutschland anzubauen.

3.2. Die Reinigung durch Wasser

Viel natürlicher und hygienischer ist die Reinigung durch Wasser. Viele schreien jetzt zu unrecht bei dem höheren Wasserverbrauch auf. Mal abgesehen von dem Entfallen von Wasser bei dem aufwendigen Herstellungsprozess von Klopapier, verbrauchen wir durch das abspülen von Klopapier in der Toilette tatsächlich mehr Wasser als ohne die Verwendung von Klopapier. Die Reinigung mit Wasser vermeidet allergische Reaktion und Hautreizungen und es geht noch einen Schritt weiter: Hersteller und Experten behaupten, dass Dusch-WCs und Bidets Hämorriden vorbeugen können, indem der auf den Po ausgeübte Druck bei der Anwendung die Durchblutung fördert. Jetzt wohne ich in einer Mietwohnung und kann nicht mal eben die Toilette austauschen oder ein Bidet anbringen, aber auch für das Problem gibt es eine praktische kreative Lösung, die sogar sehr gut auf Reisen funktioniert.

Das aus der Höhle der Löwen bekannte mobile Bidet von HappyPo* besteht aus einer Flasche mit kleinen Duschkopf. Durch abdrehen des kleinen Duschkopfes kann die Flasche kinderleicht mit Wasser gefüllt werden und durch leichten Druck auf die Flasche als Bidet angewendet werden. Durch eine Art Tasche, kann man es ganz leicht auf Reisen mitnehmen. Je nachdem, ob du dann noch Klopapier zum Abtrocknen oder du einen Waschlappen nutzt, reduzierst du deinen Klopapierverbrauch auf 50-0%. Klingt doch vielversprechend.

Also, habe ich bei Happy Po angefragt und durfte netterweise ein Exemplar selber testen, was ich einen Monat ausgiebig gemacht habe. Anfänglich fand ich es sehr ungewohnt und hatte das Gefühl, dass meine Po nicht richtig sauber werden würde und habe deshalb immer mit Klopapier nachjustiert. Außerdem habe ich mich immer wieder dabei ertappt wie ich aus reiner Gewohnheit zum Klopapier griff. Doch knapp vier Wochen und die richtige HappyPo Technik an der Hand später, benutze ich so gut wie kein Klopapier mehr und es geht noch einen Schritt weiter. Neulich auf der Arbeit saß ich auf dem Klo und habe mir mein mobiles Bidet gewünscht. Irgendwie ist es erfrischender und gibt mir ein besseres Gefühl als Klopapier. Also habe ich es kurzerhand in meine Bürohandtasche gepackt und ist jetzt immer dabei. Da es wirklich klein und handlich ist, kann man es praktischerweise überall mit hinnehmen und stellt auch auf Reisen kein Problem da.

 
 




 
 

ÜBER MICH

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Ich bin Sarah, lebe mit meinem Freund in Frankfurt und reise am liebsten nachhaltig. Auf meinem Blog findest du meine besten Tipps, Inspirationen für deine nächste Reise und meine ganz persönlichen Reiseberichte. 

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