Meine besten nachhaltigen Spartipps für dein Reisebudget

Ich habe eine sehr reges Feedback auf meine letzte Kolumne bekommen: Der positive Nebeneffekt von Nachhaltigkeit, DIY und Minimalismus. Dafür danke ich euch ganz herzlich! Falls du den Artikel noch nicht kennst: ich habe in der Kolumne darüber gesprochen, dass Nachhaltigkeit nicht mit Verzicht gleichzusetzen ist und einem nur ein gutes Gefühl gibt, sondern auch erhebliche Auswirkung auf deine Gesundheit, Lebensweise und vor allem dein Portemonnaie hat. Deshalb bekommst du jetzt wie versprochen meine besten nachhaltigen Spartipps. Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich von dir in den Kommentaren zu hören! :-)

Kurz vorab:

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. Ich würde dir jedoch nichts empfehlen, wovon ich selber nicht überzeugt bin. 

Tipp 1: In langfristige Produkte investieren, die dir kurzfristige Verbrauchsgüter ersparen

Damit meine ich beispielsweise elektrische Rasierer oder den Rasierhobel, statt Einwegrasierer, eine Trinkflasche mit oder ohne Wasserfilter, statt Ein-, Mehrwegflaschen oder keine recyclebaren Flaschen, HappyPo*, statt Klopapier - ich denke du verstehst was ich meine oder? Jedes Mal wenn mir auffällt, dass wir ganz bestimmte Dinge immer und immer wieder kaufen überlege ich mir eine Lösung wie man diese Dinge sparen oder durch ein langfristig haltbares Produkt ersetzen kann. Das ist nicht nur nachhaltiger, weil du dadurch Müll sparst, sonder spart dir langfristig auch bares Geld.

Ich gebe dir dazu mal ein konkretes Beispiel, weil ich es immer etwas griffiger finde. Wir haben wir uns neulich einen Wasserfilter angeschafft, weil unser Wasser zu kalkhaltig und ungenießbar ist. Dadurch sparen wir uns monatlich ganze 8€. Im Urlaub kann dir eine Trinkflasche mit Wasserfilter einen ähnlichen Effekt haben, weil du so kein Wasser mehr kaufen musst, sondern es immer trinkbar zur Hand hast. jetzt überlege mal wie viel Wasser du kaufst und auch wenn es nur Cent-Beträge pro Flasche sind: Kleinvieh macht auch Mist.



Tipp 2: Weniger Kosmetik- und Hygieneartikel sind manchmal mehr

Shampoo, Conditioner, Haarkur, Haaröl, Haarstyling, Trockenshampoo, Haarbürste… das macht alleine 7 Produkte alleine für die Haare. Damit es nicht zu voll wird, kann man ganz praktisch Minipröbchen im Drogerieladen kaufen. Spätestens jetzt stehst du vor dem inneren Konflikt: entweder mehr einpacken…mehr Gewicht, mehr Co2 Ausstoß oder lieber mehr Plastikmüll produzieren? Warum nicht einfach ganz stark reduzieren? Ich meine, braucht man die ganzen Produkte eigentlich und überhaupt, wie hat man es bloß im Mittelalter gemacht? Aus den Gründen habe ich mich in letzter Zeit sehr intensiv mit Alternativen auseinandergesetzt und DIY-Reiseprodukte getestet. Auch wenn “No-Poo” nicht für jeden etwas ist, so ist eine natürlich Haarseife dennoch eine super Lösung. Diese ersetzt nicht nur Conditioner und Haarkur, sondern kann auch als Duschgel eingesetzt werden. Als Haarpflege kannst du zusätzlich Kokosöl oder Olivenöl oder eine Mischung aus beiden in einer kleinen Flasche mitnehmen, die zusätzlich als Bodylotion und Gesichtscreme eingesetzt werden kann. Falls dich das Thema mehr interessiert, kann ich dir das Buch Skin Cleanse empfehlen.

Werfen wir nun mal einen Blick auf dein Portemonnaie. Wenn du dir lediglich ein langhaltbareres Produkt kaufst, dass zwei oder mehrere Produkte ersetzt, dann sparst du nicht nur beim Einkauf, sondern vielleicht auch, weil du statt einen großen Koffer, auf einen Handgepäckkoffer umsteigen kannst. Ich kenne das noch sehr gut, wenn du dir überlegen musst wie du einen 1000 ml Beutel effizient vollquetscht, damit du alles dabei hast und letztendlich doch auf die Hälfte verzichten musst.

Übrigens gilt das auch für viele andere Bereiche, wie Kleidung, Bücher u.s.w.


Tipp 3: Selber machen statt kaufen

Waschmittel, Mascara & Puder, Duschseife, Sonnencreme… das sind alles Produkte, die du ganz einfach selber machen kannst. Die Produkte haben weniger Chemie und kosten weitaus weniger. Beispielsweise Kernseife. Du bekommst so gut wie überall auch in bio und unverpackt bzw. in Papier verpackt zu einem kleinen Preis. Du kannst sie einsetzen für Waschmittel, Spüli, Handseife, ja, sogar zum Duschen. Gerade probiere und teste ich diverse Anleitung im Internet zu DIY-Produkten, die auch auf Reisen praktisch sind und entwickle dafür einen eigenen Bereich. Wenn du also Interesse an selbstgetesteten DIY-Reiseprodukte hast, dann schreibe mir doch gerne in den Kommentaren.

Tipp 4: Snacks für Unterwegs

Perfekt für Road Trips, Tagesausflüge, Städtetrips, Wanderungen u.s.w. sind Snacks und die kannst du mit wenig Aufwand selber zu machen. Du meidest so nicht nur unnötige Plastikverpackungen von der Tanke, sondern auch Geld. Außerdem schmeckt es gleich viel besser, wenn man mit viel Liebe den Reiseproviant selber gemacht hat. Mein absolutes Highlight sind die vielen hübschen nachhaltigen Aufbewahrungsdosen, die ich besonders praktisch für unterwegs finde und die du auch bei längeren Reisen wieder verwenden kannst. Also, quasi eine Win-Win-Situation für dein Reisebudget sind.

Snacks wie Nüsse kannst du zudem auch im Unverpacktladen deiner Stadt einkaufen und sparst, weil du nur die Menge einkaufst, die du wirklich brauchst. Trockenfrüchte, Müsliriegel oder, oder, oder kannst du auch im eigenen Ofen Selbermachen. Überlege dir einfach, was du gerne isst oder sammle Inspiration auf Pinterest.

Tipp 5: Auf dem Wochenmarkt einkaufen

Saisonale und regionale Produkte einkaufen ist nicht nur nachhaltiger, sondern tatsächlich auch günstiger. Auf diese Weise lässt sich ein Land übrigens am schönsten erkunden, weil du so die örtlichen Gepflogenheiten auf eine charmante Art kennenlernst. In vielen Ländern, wie z.B. Italien, ist auf den Märkten sogar richtig was los und es gibt eventuell Stände mit Probierhäppchen, wie frische Paste ohne Plastikverpackung und Pesto, das du im Glas direkt mitnehmen kannst. Andere Länder, wo z.B. Polen und auch Griechenland zu gehören, verfügen zudem über Straßenstände, wo Menschen frische Produkte von ihrem Hof verkaufen und sich mit kleinen Preisen übertreffen.


Hast du noch einen tollen Tipp, wie du mit Nachhaltigkeit sparst? Dann immer her damit!