Reiseroute für Neuseelands Südinsel

Wenn du die Nordinsel beeindruckend fandest, dann warte mal ab bis zur Südinsel. Ich dachte nichts kann meine wunderschönen Erlebnisse und Eindrücke im Norden übertrumpfen, doch dann kam Neuseelands Südinsel und hat mich umgehauen. meine Reiseroute war für ca. 2 Monate ausgelegt, kann aber je nach Geschmack eingedämmt oder ausgeweitet werden. Falls du insgesamt nicht so viel Zeit für Neuseeland eingeplant hast, dann würde ich dir raten mehr Zeit für die Südinsel als für die Nordinsel zu nehmen. Bei meiner ersten Planung war ich ganz schön überfordert, weil es einfach viel zu viel zu entdecken gibt. Meine Bibel hieß Lonley Planet und noch immer verleihe ich sie an Freunde, denn in dem Buch habe ich meine ganzen Tipps festgehalten. Diese Inspirationen gebe ich nun auch an dich weiter und helfen dir bei deinen einmaligen Neuseelanderlebnis, so wie ich es damals selber hatte. 

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Marlborough Sounds & Golden Bay

Mein Abenteuer begann in den Marlborough Sounds, eine Inselgruppe, die sich zwischen Nord- und Südinsel, aber näher an der Südinsel befindet. Die Landschaft ist hier einzigartig. Die vielen kleinen hügeligen Inseln sehen aus als hätte jemand ein nasses, zerknittertes T-Shirt zum Trocknen ausgelegt. Herauskam ein verrückt strukturierter und saftig grüner Hügel. Ein Ausflug zum French Pass oder der Queen Elizabeth Wanderweg sind ein paar von den besonderen Erlebnissen, die du hier unternehmen kannst. Ich hatte mich mehr aus Zufall für den French Pass entschieden und habe insgesamt 4 Tage in der Abgeschiedenheit einen ganz besonderen Ortes genossen. Wir hatten bei einem Paar übernachtet, dass komplett autark lebt und jeden Abend frisch gekocht hat.

Um an den Golden Bay Peek zu gelangen bin ich 4 Tage über den Abel Tasman gewandert, den man nebenbei auch super in einer Tagestour machen kann. Von Kaiteriteri aus fahren Boote, die Wanderer an die jeweilige Startpunkte bringen und sie im Stundentakt an verschiedenen Endpunkten wieder abholen. Nach ein paar Tagen am Golden Bay und einer Wanderung zum Kiwi Peek - die Landzunge des nordwestlichen Zipfels der Südinsel, die aussieht wie der Schnabel eines Kiwis - ging es dann weitere 4 Tage via Heaphy Track runter an die West Coast. Statt Heaphy Track kannst du auch direkt von Nelson aus mit dem Auto an die Westcoats fahren. Ich persönlich kann dir den Heaphy Track nur empfehlen. Es hat mir richtig gut gefallen und ist einer meiner Lieblingswanderwege in Neuseeland. 

Marlborough Sounds

Marlborough Sounds

Golden Coast

Golden Coast

 

West Coast

Die Westcoast hat eine großartige Geschichte. Während der Zeit des Kohleabbaus war hier mächtig was los. Leider ist die Westcoast heute recht leer gefegt, weil die Nachfrage nach Kohle drastisch gesunken ist. Ein Abstecher zu einem ehemaligen Kohle Plateau, wie das Danniston Platteau lohnt sich auf jeden Fall trotzdem. Man kann sich fast gar nicht vorstellen, dass hier ein ganzes Dorf gelebt hat.

Weiter südlich geht es entlang an den Pancake Rocks und einen weiteren hübschen Wanderweg zu zwei riesigen Gletscher: der Franz Joseph Glacier und der Fox Glacier. mein Geburtstagswunsch war es auf einen der zwei Gletscher zu mit dem Helikopter zu fliegen, was gar nicht so einfach sit. Wenn es nebelig ist, wird nicht geflogen und so musste ich 2 Tage warten. Das hat sich aber gelohnt, weil es ein spektakuläres Ereignis ist so einen Gletscher zu sehen und zu betreten. Erschreckender ist es jedoch, dass man jährlich die Auswirkungen des Klimawandels hier sehen kann. Da überlegt man sich doch zweimal, ob man wirklich mit dem Heli fliegen muss oder?

Psssssst.... Rund um den Gletschern gibt es nebenbei sehr viele Wanderwege, auf denen man nachts Glühwürmchen sehen kann. Traumhaft romantisch!

Danniston Platteau, West Coast

Danniston Platteau, West Coast

 

Fiordlands

Mein persönliches Highlight sind die Fiordlands ab Wanaka bis Te Anau. Nich nur, weil ich hier meine besser Hälfte kennengelernt habe, sondern auch weil die Natur einfach atemberaubend, beeindruckend und einfach wunderschön ist. Man kann es kaum in Worte fassen, sondern muss es selber erlebt haben. Lake Wanaka und eine Weinprobe mit herrlicher Aussucht waren ein guter Start. Ein kurzer Zwischenstop in die Partystadt Queens Town, in der ich nebenbei auch nicht geschlafen habe und schon wartete der erste tolle Ausflug auf mich: die Milford Sounds. Wenn du die auch gerne sehen möchtest, dann solltest du ganz fürchterlich früh buchen. Neben den Tagestouren gibt es auch den berühmten Wanderweg. Ich fand den Tagesausflug aber auch sehr gut, vor allem weil er bei Regen war und der Ort so richtig lebendig wurde.

Als nächstes stand Te Anau auf den Plan und der Kepler Track, den wir wegen des schlechten Wetters zwar in zwei Tagestouren aufteilen mussten, trotzdem nicht weniger schön war. In Te Anau ist übrigens eine Glühwürmchenhöhle, die viel viel besser ist als die auf der Nordinsel, aber kaum jemand kennt - außer jetzt du!

Te Anau, Fiordlands

Te Anau, Fiordlands

Kepler Track, Fiordland

Kepler Track, Fiordland

 

Stewart Islands

Von Invercargill aus gelangt man mit einer Fähre nach Stewart Island. Die Überfahrt war bei uns so turbulent, dass sich sogar ein Hund übergeben musste. Tatsächlich wagen nicht so viele den Abstecher nach Stewart Island, weshalb ich es als schön ruhig und friedlich empfand. Ich verbinde diese Insel mit einer wertvollen Geschichte und zwar die, in der ich nach 12h Schlaf erwacht bin - nicht mal das Staubsaugen im Zimmer hat mich gestört - und spontan beschlossen habe den Rakiura Track zu laufen. Nachdem ich erst in die falsche Richtung gelaufen bin und von zwei netten Menschen mich zum Anfang des Tracks mitgenommen habe, bin ich die 32 km an einem Tag gelaufen. Tja, so gut in Form war ich damals. Immer noch nicht müde genug habe ich mich mitten in der Nacht auf Kiwi Suche begeben und dabei einen Deutschen im Busch getroffen, der aus der selben Stadt wie ich kam. Das war Stewart Island, die Insel mit einen tollen Great Walk, wilden Kiwis und im Sommer auch Pinguinen. Brauchst du noch mehr Argumente? 

Stewart Island

Stewart Island

Stewart Island

Stewart Island

 

Mt. Cook

Ein mindestens zweitägiger Ausflug zu Mt. Cook lohnt sich auf jeden fall, wenn du noch Zeit hast. Von Christchurch aus fährt der Bus entlang Lake Teeapo, wo man diese wunderschönen Polarlichter sieht direkt nach Mt. Cook. Wichtig ist, dass es hier keinen Supermarkt gibt, weshalb man vorher einkaufen sollte. Falls du nichts zu essen dabei hast - so wie ich Schlaufuchs - kann man im YHA Hostel auch etwas kaufen. Zwar ist das jetzt nichts für Gourmets, aber es macht satt. Das schöne an Mt Cook sind die vielen Wanderwege, wo man auch für mehrtägige Wanderungen Hütten buchen kann. Ich bin an einem Tag die unendlich vielen Stufen des Mt. Looks hofgewandert, um mir den Mirror Lake anzuschauen und den anderen Tag habe ich eine Gebirgswanderung bis ein fieser Sturm heraufzog. Besonders hat mir die Stille und die frische Luft gefallen - ich muss auf jeden Fall nochmal hin. 

Lake Tekapo

Lake Tekapo

Mt. Cook

Mt. Cook

 

East Coast

Über die Catlins, die man meiner Meinung nach unbedingt mal gesehen haben sollte, kommt man endlich wieder zurück in die Zivilisation: Dunedin und Christchurch. Auf der Peninsula in Dunedin kann man sogar Pinguine beobachten. Das geht auch etwas südlicher in Otago. Ich liebe ja Pinguine - die sind einfach so goldig, wie sie so wackelig und tapsig rumlaufen und sich schütteln - du verstehst, was ich meine?

Christchurch ist Erdbebenbrennpunkt in Neuseeland und verrückterweise habe ich auch ein kleines Erdbeben erlebt, was zum Glück halb so schlimm war. Was hier jedenfalls für mich eine besondere Bedeutung ha,t war der Bridle Path bei Lyttelton. Hier kamen früher die ersten Siedler auf Neuseeland an, mussten sich mit Hab und Gut über den hohen Berg kämpfen und haben den ersten Blick auf Aotearoa werfen dürfen. Wahnsinn, wie das damals wohl gewesen sein muss? In Lyttelton gibt es übrigens auch einen kleinen lebendigen Farmer's Market, der früher ein großer Treffpunkt für alle Farmer gewesen ist. 

Nun kommt der krönende Abschluss: Whale Watching in Kaikoura. Das konnte auch ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn mein Kopf langsam die ganze Schönheit nicht mehr verarbeiten konnte. Es ist echt spektakulär einen echten Wal in seinen natürlichen Lebensraum zu sehen und weil die Zwischendurch an die Meeresoberfläche kommen, um Luft zu holen, kann man sie ganz toll beobachten.

Otago Peninsula

Otago Peninsula

 

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